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News
27.03.2020

Branchenstimmen: Jelmoli bleibt flexibel

Dass die Coronakrise die Modebranche mit am härtesten trifft, mussten wir alle – ob Händler, Verkaufspersonal, Hersteller, lokales Modelabel, Ausbildungsstätte oder Agentur – die letzten Wochen am eigenen Leib erfahren. Während die Läden zu sind und der Grossteil eines jeden Unternehmens im Home Office verweilt, ist es still geworden; auf der Fläche ebenso wie auf den Strassen. Wir haben uns bei unseren Partnern umgehört und sie gebeten, ihre Anliegen, Gedanken und Probleme in der Krise mit uns und dem Rest der Branche zu teilen.

Auf Anfrage der textilrevue kommentiert Jelmoli die aktuelle Situation am 24.3. folgendermassen:

«Nach dem Bundesrats-Beschluss vom Montag, 16. März hat Jelmoli seine Tore bis mindestens am 19. April geschlossen. Der Food Market im Untergeschoss hat in dieser Zeit weiterhin geöffnet. Oberste Priorität besteht darin, die Schutzmassnahmen gemäss Vorgaben wie Einlasskontrolle, strikte Einhaltung eines Abstandes von zwei Metern sowie Schutz der Mitarbeitenden an den Kassen und Ausgabetheken sicherzustellen. Jelmoli geht mit der täglichen Desinfizierung neuralgischer Punkte sogar noch einen Schritt weiter. Das Onlinesortiment auf jelmoli.ch wird gerade sukzessive ausgebaut. Ebenfalls verstärkt wurden neben der Heimlieferung auch Services wie WhatsApp-Bestellservice und die Bestellung via Telefon- oder E-Mail. Im Beauty Market bieten wir zudem eine ausgesuchte Auswahl von Hygiene-Artikeln: unter anderem Handseifen, Lotionen, Desinfektionsmittel.» Mitten in der Krise bekommt das House of Brands nächste Woche zudem eine neue Chefin. Ob Nina Müller das Unternehmen aus der Krise führen kann, wird sich zeigen, klar ist, dass die erfahrene CEO – sie wechselt von der Bijouteriekette Christ zu Jelmoli – keinen einfachen Start haben wird.