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Messen
10.12.2020

Startschuss für Frankfurt mit vollem Programm

Frankfurt Fashion Week: Event der Superlative

Nachhaltigkeit, Events, Fokus auf alle Businessmodelle und Mode in der ganzen Stadt – die Frankfurt Fashion Week-Organisatoren haben Grosses vor.

Eigentlich ist es der einzig gangbare Weg, für den sich die Messe Frankfurt und die Premium Group, die im Juli erstmals die Frankfurt Fashion Week (FFW) organisieren, entschieden haben: klarer Fokus auf Nachhaltigkeit. War in der jüngsten Vergangenheit die nachhaltige Messe Neonyt das einzige wachsende Format, wundert es nicht, dass Detlef Braun, CEO Messe Frankfurt und Anita Tillmann, Managing Partner der Premium Group, sich für diesen Fokus entschieden haben. 

Ein Big Bang jagt den nächsten

Wenn man sich die gestrige Pressekonferenz sowie die Mitteilung der Organisatoren anschaut, dann erwartet die Besuchenden nächsten Sommer vom 5. bis 9. Juli 2021 eine Veranstaltung mit vollstem Programm. Nicht nur namhafte internationale Partner wie die Conscious Fashion Campaign (CFC), die mit dem United Nations Office for Partnerships (UNOP) zusammenarbeitet, konnte als Presenting-Partner gewonnen werden, auch der German Fashion Council sowie die wichtigen deutschen Verlagshäuser rund um die «Textilwirtschaft», «GQ», «Die Zeit» & Co. haben bereits Partys, Fashion Shows, Konferenzen und weitere Formate angekündigt. 

Zudem hat die Stadt Frankfurt, die finanziell zweifelsohne einen grossen Nutzen aus dem Riesenevent ziehen wird, ihre vollste Unterstützung zugesichert, es wird ein Skatefestival stattfinden und quer durch Frankfurt soll Mode als omnipräsentes Thema wahrgenommen werden. Es scheint fast so, als wolle Frankfurt dem Berlin vor vielen Jahren den Rang ablaufen. Neu wird zudem der Fokus auf den Consumer mit dem Format «The Ground» gelegt, das Business-to-People-Modell (B2P) ist neben B2B und B2C ein wichtiges Feld für Marken, um sich und ihre Werte in Szene zu setzen. Neben der Premium werden auch die Formate Neonyt, Seek, Fashion Sustain und Fashion Tech mit nach Frankfurt ziehen.

Nicht nur auf dem Papier nachhaltig

Doch abgesehen von Partys, Fashion Shows und Events – die sich viele zum aktuellen Zeitpunkt so gar nicht vorstellen können, sich aber durchaus wünschen – hat sich die FFW eine nachhaltige Veränderung in der Modebranche auf die Fahne geschrieben. «Die Sustainable Development Goals (SDGs) werden bis 2023 Voraussetzung für Aussteller» heisst es in der Mitteilung, denn der Frankfurt Fashion SDG Summit by CFC soll «zur internationalen Leitkonferenz für Nachhaltigkeit in der Modewelt» werden. Auch beim People-Format «The Ground» müssen Marken mindestens 5  der 17 nachhaltigen Ziele erfüllen. 

«Es ist unser Anspruch, dass die Frankfurt Fashion Week eine aktive Rolle dabei spielt, Lösungen für gesamtgesellschaftliche Herausforderungen zu finden, und dass sie die Ziele der internationalen Politik unterstützt, so etwa den European Green Deal. Auch die Mode- und Textilbranche soll bis 2050 klimaneutral werden. Um das zu schaffen, müssen wir alle an einem Strang ziehen. Die Frankfurt Fashion Week lädt alle Initiierenden und Beteiligten nachhaltiger Konzepte, Kongresse und Shows, die sich dem Thema Sustainability widmen, ein, sich in Frankfurt zu treffen, zu diskutieren und konkrete Entscheidungen zu treffen, um gemeinsam an etwas Grossem zu arbeiten. Wir vernetzen die relevantesten Makers und Shakers für eine zukunftsfähige Mode- und Textilbranche», verdeutlicht Detlef Braun die nachhaltigen Ziele der FFW.  

Die erste Frankfurt Fashion Week wird vom 5. bis 9. Juli 2021 stattfinden.

frankfurt.fashion

Christina Noli