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Die Schweizer Fachzeitschrift für die Textil - und Modebranche
Fashion
09.02.2021

Zwischen Basel und Kenia

Swiss Brand of the Week: Maembe

Schweizer Mode, hiesiges Textilhandwerk, faire und regionale Produktionen – unser Land bietet unzählige hochwertige, durchdachte und sehenswerte Kollektionen und Produkte, die wir – ganz im Sinne von «Support your local Business» – jede Woche vorstellen. Diese Woche: Maembe.

Das schweizerisch-kenianische Modelabel Maembe ist aus einer Freundschaft heraus entstanden. Als der Kenianer John Bond Macharia im Rahmen eines Ausbildungsjahres in Basel auf die Schweizer Aaron Brechbühl und Till Schmidlin traf, wurde schnell klar, dass gemeinsame Interessen vorhanden sind. So gründeten die Freunde 2017 ihr Label Maembe, das seine Kollektionen in Ostafrika produziert und in der Schweiz vertreibt. im Sommer 2020 kam die erste T-Shirt-Kollektion auf den Markt.

Neben T-Shirts und verschiedenen Arten von Taschen produziert Maembe auch Badetücher und Schals. Die Kollektionen sind von der Fusion europäischer und afrikanischer Lebensstile inspiriert. Minimalistisches Design mit Akzenten aus traditionellen ostafrikanischen Stoffen prägen die Styles.

Mit ihrer Vision «Farm to Fashion» verfolgen die drei Freunde das Ziel, textile Wertschöpfungsketten von der Faser bis hin zum fertigen Produkt möglichst lokal zu gestalten. So werden ausschliesslich ostafrikanische Materialien verwendet. So werden beispielsweise die Shirts aus Bio-Bauwolle von verschiedenen Kleinbauern-Kooperativen in Tansania auch direkt dort weiterverarbeitet und in Nairobi in einem kenianischen KMU, das Mitglied bei der World Fair Trade Organisation (WFTO) ist, genäht.

Die Gründer von Maembe möchten mit ihrem Label den interkulturellen Austausch anregen und Brücken zwischen Menschen, Ländern und Kontinenten schlagen. So sollen die Produkte nicht nur den Menschen in der Schweiz Freude bereiten, sondern auch den Menschen, die sie herstellen. Fairness und Transparenz entlang der gesamten Wertschöpfungskette ist wichtig, sodass die Jungunternehmer ein eigenes Profit Sharing System entwickelt haben: Alle Mitarbeitenden in der Produktion erhalten fünf Prozent des Umsatzes und sind somit am Unternehmenserfolg massgeblich beteiligt.

maembe.ch

 

Text: Aylin Aslan