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Agenda
01.10.2020

Kann Leder nachhaltig sein?

Nachhaltiges Leder? Fin Projects startet ökologischen Diskurs

Die beiden Gründerinnen des Schweizer Accessoire-Label Fin Projects, Anna Vetsch und Janine Wirth, nehmen einen jüngst in der «Sonntags Zeitung» erschienen Artikel zum Anlass, über die ökologische und ethische Verarbeitung von Leder zu diskutieren. Der unter dem Titel «Leder ist schrecklich» erschienene Text von Journalistin Bettina Weber, zeigt aus Sicht der beiden Expertinnen nicht auf, dass es trotz des schlechten Rufs des Branchenzweigs Firmen gibt, die «Innovationen im Umgang mit Leder» beweisen und sich «ethischen Werten wie Nachhaltigkeit, Ökologie und Transparenz» verpflichtet haben. 

Fin Projects setzt sich laut eigenen Aussagen seit Jahren «kritisch mit dem Material Leder, seiner Herkunft und seiner Verarbeitung» auseinander. Anna Vetsch, Sustainability Managerin beim eigenen Label und bei Coop, ist laut ihrem jüngst in der textilrevue veröffentlichten Interview überzeugt, dass es möglich sei, eine nachhaltige und transparente Leder-Wertschöpfungskette auszuweisen.

Bei Fin Projects stammt das Rohmaterial von Schweizern Rindern aus Mutterhuh-Betrieben mit Bio-Suisse-Zertifizierung. So widerspricht Vetsch der Aussage im Artikel der «Sonntags Zeitung», dass das Fleischverarbeitungsunternehmen Centravo «die wenigen Schweizer Häute nach Italien exportiere, wo daraus italienisches Leder werde».

Deshalb lädt Fin Projects am Donnerstag, 1. Oktober 2020 um 19.00 Uhr im Store an der Ankerstrasse 25 in Zürcher Kreis 4 zur einer aufklärenden und fachlichen Diskussion mit Vertretern der Lederindustrie ein.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, die Diskussion wird auch online übertragen. 

Melden Sie sich baldmöglichst an unter hello@fin-projects.ch 

 

Christina Noli